Deutsche
Meisterschaft im Gasballonfahren 2011 (von
Thomas K. Herndl)
Im
Februar 2011 ein Anruf von Gerald Stürzlinger:
"Hast du Lust, mit mir die Deutsche Gas - Meisterschaft
zu fahren?" Für mich sowieso nur eine rethorische
Frage, ich sage sofort zu und so mache ich mich am
1. Juni 2011 gemeinsam mit Nik Binder auf den Weg
nach Burgkirchen. In Wels nehmen wir noch Sepp Scherzer
mit (er fährt dieses Jahr mit Gerald gemeinsam
das Gordon Bennett-Race und ist aufgrund eines Unfalles
noch mit Krücken unterwegs). Pünktlich um
16 Uhr treffen wir zum General Briefing ein, anschliessend
wird noch das Equipment zum zugewiesenen Startplatz
gebracht und mit Planen abgedeckt. Für Donnerstag
15 Uhr ist das nächste Briefing und der Füllbeginn
angesetzt. Wir sind um 9 Uhr am Startplatz und schaffen
es mit vereinten Kräften - zu Mittag sind noch
Angelika und Martin Graf zu uns gestossen - den Ballon
füllfertig zu haben. Da aufgrund des Wetters
das Briefing immer wieder verschoben werden muss und
erst sehr spät feststeht, dass am nächsten
Tag gefahren werden kann, erklären sich die Mitglieder
des Veranstalters bereit, die Ballone über Nacht
zu füllen, damit die Crews die Ruhezeiten einhalten
können. Ganz spontan entscheidet sich Martin
Graf, uns am nächsten Tag zu verfolgen, somit
können Gerald, Nik und ich gemeinsam fahren!
Nächster
Tag, 3 Uhr morgens: Der Veranstalter hat ganze Arbeit
geleistet, alle Ballone stehen fahrbereit am Startplatz!
Aber es regnet- alles ist nass, von den Ballonen rinnt
das Wasser - nichts wird´s mit der Nachtfahrt.....
Während Gerald zum Briefing geht, machen Nik
und ich noch den Ballon fertig und dann gehts ans
Warten. Für ca. 6 Uhr ist der Durchgang einer
Trocknungslinie prognostiziert, das Fühstück
ist wie immer beim Freiballonclub
Salzach-Inn ausgezeichnet und so vergeht die Zeit
etwas angenehmer. Beim Briefing um 5 Uhr wird der
Start mit 6 Uhr fixiert, es gibt drei Aufgaben: ein
vorgegebenes Ziel, ein selbstgewähltes Ziel und
eine Weitfahrt mit Wertungsgebiet. Ziemlich genau
um 6 Uhr lösen auch wir uns vom Boden und machen
uns auf die Reise. Rasch stellt sich heraus, dass
wir möglichst tief fahren müssen, um das
erste Ziel zu erreichen - mit einem Gasballon gar
keine leichte Aufgabe! Es ist ca. 7/8 bewölkt
und wir haben gerade einmal 600 m zwischen Boden und
Wolkenuntergrenze. Noch dazu reißt die Bewölkung
manchmal auf, wodurch es auch zu Thermik kommt. Das
Ballonfahren in solchen Bedingungen ähnelt schon
fast dem Heißluftfahren, immer wieder muss in
kurzen Abständen Ballast abgeworfen und das Parachute
betätigt werden - beides ein Garant dafür,
nicht sehr lange in der Luft zu bleiben. Wir passieren
die Ziele und fahren weiter Richtung München.
Über dem Ebersberger Forst entscheiden wir uns,
nicht zu versuchen, in das Wettbewerbsgebiet zu gelangen,
da wir dann mit demselben Ballastverbrauch wie bisher
über das Münchner Stadtgebiet hätten
fahren müssen, was uns auch aufgrund der Wettervorhersage
als zu riskant erschien. Die 2 Ballone, welche das
schafften, waren weiter südlich und konnten somit
bebautes Gebiet vermeiden. Also landen wir in der
Nähe von Vaterstetten und sind am späten
Nachmittag wieder in Burgkirchen. Aufgrund der Wettervorhersage
wird die Fahrt am Samstag abgesagt und die Siegerehrung
auf Samstag abend vorverlegt.
Gewonnen
haben Rainer Hassold / Thomas Fink vor Dominik Haggeney
/ Himke Hilbert und den Lokalmatadoren Bepperl Höhl
/ Georg Sellmaier. |
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Gasballonfahren
(von Thomas K. Herndl)
Ein
wunderschöner Freitag Vormittag im September.
Bürotag - nochmals "Gas geben" vor
dem Wochenende. Das Telefon läutet, dran ist
der Nik Binder: "Du, der Gerald und ich machen
noch eine Trainingsfahrt vor dem Gordon Bennett und
unsere Crew musste kurzfristig absagen - Habt ihr
Zeit?" Plötzlich hat das "Gas geben"
eine ganz andere Bedeutung! Ich sage sofort zu, hole
Karin von der Arbeit, dann schnell nach Hause das
Ballonzeugs herrichten und Koffer packen und schon
sind wir auf dem Weg nach Burgkirchen in Bayern. Als
wir ankommen, ist es schon dunkel, auf dem Startplatz
stehen die - fast - fahrfertigen Ballone, beinahe
gespenstisch... Es folgt eine kurze Einweisung von
Nik, dann auf zum nächsten Braugasthof (schließlich
sind wir in Bayern) und dort stößt dann
auch Gerald Stürzlinger zu uns. Nach einer kurzen
Nacht befinden wir uns um 6 Uhr Morgens wieder am
Startplatz. Der dortige Verein
spendiert ein wirklich üppiges Frühstück
und dann gehts ans Arbeiten, immerhin müssen
unter Anderem ca. 1,6 Tonnen Ballast umgehängt
werden (Betonsteine weg vom Korb und Sandsäcke
hinein - und zwar immer gleichmäßig um
den Korb herum).
Als
ich einmal kurz aufsehe, sind schon 3 andere Ballone
gestartet. Für einen "Heißlüfter"
wie mich völlig ungewohnt: Die Gasballone steigen
lautlos! Unser Ballon steigt nun auch vom Startplatz
weg und ich verräume den Ballast. Ca. 40 Minuten
später mache ich mich mit dem Auto auf die Reise.
Nach 2 Stunden endlich die erste Zwischenlandung:
Nik steigt aus und ich darf rein! Unbeschreiblich:
2 Sandsäcke weggeleert und wir steigen mit 1,7
m/s völlig ruhig bis auf die Wolkenbasis. Dann
folgt eine weitere Zwischenlandung - Nik rein und
Karin raus. Weiter gehts.... unter der Wolke sinken
wir - kommen wir wieder aus dem Schatten raus, geht
es mit 2 m/s rauf!
Was
habe ich daraus gelernt: Für mich war es unglaublich,
wie fein der Ballon reagiert (Oft genügen nur
ein paar "Streuer" mit der Sandschaufel
zum Abfangen), wenn man bei 4,5 m Sinken einen Sandsack
ausleert, ist es ratsam nicht nachzuschauen - man
bekommt alles ins Gesicht geweht. Letztlich erfahre
ich, dass man ein Logbuch auch auf dem Füllansatz
führen kann und erkenne, nach harter Arbeit,
dass das Aufrüsten und das Einpacken eines Heißluftballons
sehr wenig Arbeit ist......
Vielen
Dank an Gerald und Nik für die Einladung zu diesem
unvergesslichen Erlebnis und alles Gute für´s
Gordon
Bennett 2010!
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Ballonfahren
in Nepal (von Thomas K.
Herndl)
Während
meiner Ausbildung machte ich Alpen - Schulungsfahrten
bei der Alpine Trophy in Murau. Bei einer Schlechtwetterpause
gab es als Alternativprogramm einen Vortrag und Film
von Wolfgang Nairz über Ballonfahren in Nepal
zu sehen. Die Bilder, die ich dort sah, faszinierten
mich dermaßen, dass ich mir beim Verlassen des
Vortragssaales schwor: "Wenn der Nairz das nochmals
veranstaltet, bin ich auf jeden Fall dabei!"
Ergo war ich auch einer der Ersten, die sich nach
Veröffentlichung der Ausschreibung 2009 anmeldeten.
Nach langwierigem (vom Wolfi aber bravurös geleiteten)
Papierkrieg und endlosen Verpackungsstudien (Bring
mal einen 3000er, 4 Tanks, Brenner, Ventilator, Instrumente
und Fesselzeug in einen 105er-Korb, und zwar so, dass
das Zeug am anderen Ende der Welt wieder verwendbar
ist.) gings Ende März los. Mit von der Partie
war natürlich mein Vater (wo ist der nicht dabei?),
Thomas Fröhlich, mein Freund und Verfolger der
ersten Stunde (und dem Pucher Verein sehr verbunden)
und last but not least seine Lebensgefährtin
Brigitta. Karin musste aus gesundheitlichen Gründen
kurzfristig absagen. Das Programm bestand aus 2 Tagen
in Kathmandu, anschließend 5 Tage Ballonfahren
in Pokhara, 4 Tage Trekking im Annapurna - Gebiet
und dann nochmals 2 Tage in Kathmandu und Bhaktapur.
Die dort gewonnenen Eindrücke würden den
Rahmen der "News" in unserer Homepage etwas
sprengen jedoch habe ich mir fest vorgenommen, in
der Winterpause einen ausführlichen Bericht zu
schreiben. Abgesehen von den Fotos, die ihr hier seht,
ein paar Eindrücke:
Ballonfahrerisch:
Durchstossen der Inversion ab FL100, darunter sieht
man nix, darüber rundherum 8000er; in einer Höhe,
mit der man hier die Alpen überquert, ist man
dort erst "den halben Berg rauf", halte
die von ATC vorgegebenen Höhen exakt ein - es
gibt in Pokhara keine Radarführung (hin und wieder
brummt´s in der Nähe...), Bei der Landung
so viele Zuschauer, dass man den Ballon nicht umlegen
kann, aufgrund der gemachten Erfahrungen mit Verfügbarkeit
von Elektrizität in Nepal sind die meisten Stromleitungen
gefahrlos....
Land
und Leute: Kann man eigentlich nicht beschreiben -
Menschen, die in Armut leben (Durchschnittsverdienst
USD 1,-- pro Tag) und immer freundlich und hilfsbereit
sind. Berge, die sogar einen Alpinismusmuffel wie
mich faszinieren.
Die
Realität ist weitaus faszinierender als der Film
vom Wolfgang und ganz sicher fliege ich dort noch
einmal mit Karin hin!
Der
Thomas Fröhlich hat übrigens auf youtube
einen kleinen Film
gemacht auf dem auch Bilder von Nepal zu sehen sind
-und mittlerweile auch einen Zweiten.
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Jungfernfahrt
OE-SJH (von Thomas K.
Herndl)
Ein
ganz besonderer Moment für jeden Ballonfahrer
ist die Jungfernfahrt mit einem nagelneuen Ballon.
Im August 2008 rief mich mein Bruder - ein erfolgreicher
Unternehmer - an und erkundigte sich, wie denn das
so funktioniere bezüglich Ballonsponsoring und
welcher Kostenrahmen dafür zu veranschlagen wäre.
Ich weiss zwar, dass mein Bruder ziemlich aviatikbegeistert
ist (u.a. Mitflüge in MIG-25, MIG-29 und L-39),
aber einen Ballon kaufen, ist doch schon eine andere
Dimension.
Nach
vielen Kalkulationen, Festlegung des Hüllenlayout
(an dieser Stelle ein besonderer Dank an Joachim Friess)
wurde der Ballon im Oktober bestellt und als Ausliefertermin
der April 2009 fixiert.
Die
Jungfernfahrt am 10.05.2009 hatte den Charakter eines
"Familienausfluges". Nachfolgend die Eckdaten:
Start:
LOAU (Flugplatz Stockerau) 05:00 Uhr / Landung: Leitzersdorf
05:45 Uhr
Pilot: Thomas, Passagiere: Joachim und Karl (alles
Herndl)
Verfolger:
Christine und Karin (auch alles Herndl)
Ich
möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen
bedanken die mitgeholfen haben, dieses Projekt zu
verwirklichen, allen voran meinem Bruder Joachim.
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Himmelvaters
Überraschung (von
Karin Herndl)
Im
Rahmen der 32. Apfelmontgolfiade gab es für den
Obmann Johann Almer, bekannt als der "Himmelvater",
eine große Überraschung.
Bei
der Abschlusslandung des letzten Wettbewerbes im Jahr
2008 hört sein Co-Pilot Thomas wie er leise,
aber dennoch verständlich in seinen Bart murmelt:
"Ein Racer muss her...!"
Gesagt
- gehört - Auftrag ausgeführt.
Thomas
gelingt es einen freundschaftlichen Sponsor für
einen Racer zu motivieren. Alle zu erledigenden Aufgaben
(Registrierung, Zulassung, Anmeldung,...) laufen im
Geheimen ab. An dieser Stelle bedanken wir uns bei
Nik Binder, Ballonservice & Technik, und unserem
Kassier Herbert Wilfling für die großartige
Unterstützung und das "Dichthalten".
Am
26. Oktober 2008 war es dann so weit. Der neue "Pucher
Racer" (OE - RJA --> Racer
Johann Almer) wurde
feierlich während der Eröffnungsfeier zur
32. Apfelmontgolfiade am Startplatz Puch dem berührt-überraschten
Himmelvater übergeben.
Und
da der Ballon schon aufgerüstet und fahrfertig
am Startplatz stand, hob der Himmelvater auch gleich
mit Thomas zur Jungfernfahrt über das Apfeldorf
Puch ab.
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